Öko-faire (regionale) Beschaffung für’s Lager

Erschienen am 21. Juni 2016 in Projekt

HLE-fairtrade

 

Über Pfingsten ging es für 84 Pfadfinderinnen und Pfadfinder als Zauberschüler, -Lehrer – und teilweise als Bösewichte ;-), auf’s Pfingstlager nach Hasenheide bei Verden an der Aller: In Neu-Hogwarts Abenteuer erleben, Quidditsch spielen und leckere, british und Potter-mäßig angehauchte Mahlzeiten genießen.

Es war nicht das erste Pfingstlager bei dem Essens- und Einkaufsplanung einen guten Mix aus regionalen, biologisch-angebauten und fairen Lebensmittel als Ziel hat um schmackhafte und budget-verträgliche Gerichte zu zaubern. Als FairTrade-Scouts haben wir uns diese Jahr weiter bemüht fair und nachhaltig einzukaufen. Unsere Erfahrungen wollen wir hier mit Euch teilen:

  • Praktisch ist oft die Möglichkeit alles was Gemüse und Obst betrifft (oft auch Bio-Brot, Milchprodukte und Weiteres) bei einem Bio-Anbieter vor Ort zubestellen und alles wird pünktlich zum Zeltplatz geliefert. In Hasenheide war das Gemüseabo aus Dörverden eine gut funktionierende Lösung (telefonischer Support, Rabatt wg. Großbestellung, kurzfristige Anpassungen der Bestellung über den Online-Shop)
  • Zum Anmischen von Säften (Pfingsten 2016 mit knapp 5°C in der Nacht auch als heiße Variante beliebt) bestellen wir gerne bei ratiodrink Saftkonzentrate. Aus einem Liter klarem Apfelsaftkonzentrat lassen sich 8 bis 10 Liter leckerer Bio-Apfelsaft zaubern. Das Wasser ist dabei ultra-regional aus der Leitung des Zeltplatzes ;-).
  • Fleisch und Wurst gab es nur begrenzt. Nicht nur aus Gründen der Nachhaltigkeit, auch beim Budget muss hier beachtet werden, dass Bio- und regionales Fleisch einfach teuer ist. Eingekauft wurde also bei einem regionalen Fleischer, bei dem Wurst z. B. für Hot-Dogs und Hackfleisch für einen Pie-Shepard’s-Style im Laden problemlos abzuholen war und wir wussten wo es herkommt.
  • Milch gibt es in Hasenheide direkt vom Bauern nebenan. Die Milch musste zwar abgekocht werden, und manch einer meckerte über warme Milch im Müsli, aber das Poridge zum Frühstück war besonders cremig und regional, ebenso das Butterbier (zur Erinnerung – es war ein Harry Potter Lager)
  • Auch Brotwaren lassen sich gut über ansässige Bäcker bestellen und meist liefern lassen (in Hasenheide kein Problem). Der nachhaltige Sparknüller war hier der Sack altes Brot für 2 € (für eine äußerst leckere Chili con pane / sin carne), für solche Rezepte lohnt sich also das Nachfragen.
  • Beim weiteren Einkauf (Metro) musste demnach nur das reichhaltige, meist gelieferte Sortiment aus frischen und regionalen Produkte ergänzt werden. Faire Schokolade und Kaffee fanden ihren Weg in den Einkaufswagen, aber zugegebener Weise auch ein paar leckere Dinge die nicht ganz perfekt in eine öko-faire Beschaffung passen, denn wir Pfadfinder sind auch nur Menschen ;-).

Insgesamt erleichterte die nachhaltig, öko-faire Beschaffung die Logistik rund um das Lager, denn der Großteil der Lebensmittel wurde geliefert. Wichtig sind aber

  • eine gute Planung im Vorfeld
  • mit leckeren vegetarischen und fleischarmen Rezepte,
  • mit der Kontaktaufnahme zu regionalen Lieferanten
  • eine gute Kommunikation mit den Teilnehmenden, wie sich der Speiseplan des Lagers ergeben hat
  • ein Team das die Idee einer bestmöglichen öko-fairen Beschaffung unterstützt

Es folgen eine Liste unserer Gerichte und ein paar Fotos. Falls Ihr Rezepte für euer öko-faires Lager braucht schreibt uns gerne an.

  • HotDogs (regionale Würstchen in gelieferten Brötchen/Baguette)
  • tägliches Frühstück u. a. mit Poridge, regionaler Milch vom Bauern und Bio-Käse
  • Chili-Con-Pane / Sin-Carne lecker und ein wenig scharf
  • Fair-Trade-Schokobananen als Snack am Lagerfeuer
  • Möhren/Kohl/Gurken-Salat für’s Abendessen
  • Sandwiches – vegetarisch und mit Wurst vom Fleischer
  • Kartoffelbrei mit Shepards’Pie auf Hackfleischbasis
  • Gemüsecurry

Fotos kommen bald

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